Der Beruf

des Bürstenmachers setzte sich als Handwerksberuf erst im 15. Jahrhundert durch. Davor wurden die Bürsten und Besen je nach Bedarf in den Haushalten selbst gefertigt. Das Angebot des Bürstenbinders reichte von Reinigungsbürsten über Pflegebürsten und große Borstpinsel bis zu Spezialpinsel. Die Vielfalt der Bürsten hat sich bis heute nicht groß verändert. Einige Bürstensorten sind aus dem alltäglichen Gebrauch verschwunden. Neue Technologien und Produkte haben dafür neue Bürstenarten hervorgebracht.

Bürstenmacher

Heute sind in einem Haushalt circa 15 Bürsten im Einsatz.

Seit der Entwicklung der Stanzmaschine im 19. Jahrhundert werden die handwerklichen Techniken jedoch immer seltener angewendet. Mit Ausnahme der Feinhaare kommen für Bürsten und Besen alle Besteckungsmaterialien in Frage. Die Bezeichnung Einzugsmaterial weist auf die Technik bei der Bürstenherstellung hin. Pflanzliche Fasern werden aufgrund Ihrer hohen Strapazierfähigkeit gegenüber Säure, Lauge und Hitze vorwiegend zu groben Reinigungsbürsten verarbeitet.

Die Fertigung von Besen unterscheidet sich nicht von der Bürstenherstellung. Der Unterschied liegt lediglich in der Art des Stiels.