Stanzverfahren

Seit Beginn der maschinellen Bürstenproduktion werden zwei Arten des Stanzens unterschieden: Das Ankerstanzen und das Schlingenverfahren. Welches Verfahren angewendet wird, ist abhängig von der Stärke des Bürstenkörpers und der Größe der Bohrlöcher. Die Fertigungsschritte der Stanzmaschine sind bei beiden Verfahren ähnlich.
Die Stanzmaschine teilt das Besteckungsmaterial in Bündel,
schneidet den Draht zur Befestigung der Bündel ab,
treibt mit einem Stößel das Bündel in das Bürstenholz.
Durch den Druck verhakt sich der Draht im Bürstenkörper. Das Bündel sitzt somit fest.  Erst beim letzten Schritt unterscheiden sich die Verfahren.


Ankerstanzen

Das Ankerstanzsystem mit kleinen Bohrlöchern wir bei dünnwandigen Bürstenkörpern, wie beispielsweise Zahn- und Nagelbürsten, angewendet. Ein ankerförmiges Metall- oder Kunststoffblättchen sitzt in der Knickstelle des Bündels.

Beim Einstanzen dringt der Anker in die Wandung des Bürstenkörpers ein, oder klemmt das Bündel mittels seiner Federkraft im Bohrloch fest.

ankerstanzung

An diesem Beispiel sieht man die Einschnitte am Rand der Bohrlöcher sehr gut.

Dort schneidet der Anker in das Trägermaterial.


Schlingenstanzung

Dieses Verfahren wird bei größeren Bohrlöchern angewendet. Ein u-förmig gebogener Draht wird um das Bündel gelegt. Die Drahtenden legen sich beim Einstanzen kreuzförmig übereinander und verhaken sich im Bürstenkörper.

schlingenstanzung