Synthetisches Material

Wurde in den Notzeiten des 1. und 2. Weltkriegs als Ersatzstoff für die natürlichen Materialien herangezogen. Die Kunststofffasern aus Perlon, Nylon, PVC oder Polystyrol stehen heute jedoch gleichwertig neben den natürlichen Materialien. Für manche Einsatzbereiche sind sie sogar in der Qualität überlegen und oft auch kostengünstiger. Die Zahnbürste ist hierfür ein Beispiel. Synthetisches Einzugsmaterial wird vor allem für Massenartikel in der Bürstenindustrie verwendet, aber auch für spezielle medizinische und technische Bürsten.


 

Polyamid (Kurzzeichen PA)
Auszug aus Wikipedia: “…sind lineare Polymere mit sich regelmäßig wiederholenden Amidbindungen entlang der Hauptkette. Die Amidgruppe kann als Kondensationsprodukt einer Carbonsäure und eines Amins aufgefasst werden. Die dabei entstehende Bindung ist eine Amidbindung, die hydrolytisch wieder spaltbar ist.

Polyamide werden wegen ihrer hervorragenden Festigkeit und Zähigkeit oft als Konstruktionswerkstoffe verwendet. Gute chemische Beständigkeit besteht gegenüber organischen Lösungsmitteln, doch können sie leicht von Säuren und oxidierenden Chemikalien angegriffen werden.
Handelsnamen:

  • Altech, Markenname für PA6 und PA66 der Fa. Albis Plastic
  • Akulon, Markenname für PA6 der Fa. DSM
  • Dederon, Markenname für PA-6-Fasern aus der DDR
  • Grilon, Markenname des Schweizer Polyamid-Produzenten Ems-Chemie
    Nylon, DuPont de Nemours
  • Perlon, I. G. Farbenindustrie
  • Timbrelle, Markenname für PA6.6 Filamentgarne der Fa. TWD Fibres
  • Miramid, Ultramid, Capron, Markennamen für Polyamide der Fa. BASF

Polypropylen
PP ist geruchlos und hautverträglich, für Anwendungen im Lebensmittelbereich und der Pharmazie ist es geeignet, es ist physiologisch unbedenklich. Da im Gegensatz zu vielen anderen Kunststoffen die Molekülstruktur, die mittlere molare Masse, deren Verteilung, Co-polymere sowie weitere Parameter stark variieren und somit auch die Eigenschaften beeinflusst werden können, existiert eine Vielzahl von PP-Sorten. Die Dichte von PP liegt zwischen 0,895 g/cm³ und 0,92 g/cm³. PP hat eine höhere Steifigkeit, Härte und Festigkeit als Polyethylen, diese sind jedoch niedriger als bei anderen Kunststoffen wie z. B. Polyamid.

PP hat eine Glasübergangstemperatur von 0 bis −10 °C und wird somit bei Kälte spröde. Die obere Gebrauchstemperatur liegt bei 100 bis 110 °C. Der Kristallit-Schmelzbereich liegt bei 160 bis 165 °C. PP kann mit mineralischen Füllstoffen wie z. B. Talkum, Kreide oder Glasfasern gefüllt werden. Dadurch wird das Spektrum der mechanischen Eigenschaften (Steifigkeit, Gebrauchstemperaturen, etc.) deutlich erweitert. Polypropylen ist bei Raumtemperatur gegen Fette und fast alle organischen Lösungsmittel, abgesehen von starken Oxidationsmitteln, beständig. Nichtoxidierende Säuren und Laugen können in Behältern aus PP gelagert werden. Bei erhöhter Temperatur lässt sich PP in wenig polaren Lösungsmitteln (z. B. Xylol, Tetralin und Decalin) lösen.

Detailliertere Informationen hierzu erhalten Sie im WWW.