Tierisches Besatzmaterial

Tierisches Besteckungsmaterial
wird in Grob- und Feinhaare unterteilt. Zu den Grobhaaren werden Borsten, Rinder- und Pferdeschweifhaare gezählt.

Wir verwenden inzwischen sehr wenig Tierhaar, da der Preis und die Qualität eine große Rolle spielen. Synthetische Fasern sind häufig von gleichbleibender Qualität und günstiger.

WICHTIG: Tierhaare haben eine maximale Haltbarkeit von ca. 5 Jahren, da sich nach dieser Zeit Motten auf dem Material absetzen.


 

Kolinskyhaar:

Herkunft:

Eigenschaften:
Wird aus dem Schweif des Kolinsky- oder Feuerwiesels gewonnen. (Wird auch Feuermarder genannt)
Sehr teuer (mehr als Gold), fein mit zarter Spitze, kräftig und elastisch, wird häufig mit Wieselhaar „gepuncht“.
Einsatzgebiet: Hochwertige Aquarell- und Ölmalpinsel, Retuchierpinsel


Fehhaar:

Herkunft: Schweifhaare von Eichhörnchen
Eigenschaften: Wenig elastisch, sehr fein, saugfähig; wird häufig mit Ponyhaar gepuncht;
Einsatzgebiet: Gute Schulmalpinsel, Künstlerpinsel, Feinhaarpinsel, Porzellanmalpinsel, Chiqueteur.Einsatzgebiet:


Wieselhaar (ähnlich wie Kolinskyhaar)

Herkunft: Aus den Schweifhaaren der chinesischen Wieseln
Eigenschaften: Dieses ist dunkler und nicht so zart wie Kolinskyhaar.
Einsatzgebiet: Aquarell-, Ölmal- und Retuschierpinsel, Kosmetikpinsel;


 

Borsten:

Herkunft: Diese stammen inzwischen ausschließlich vom chinesischen Schwein, da die deutschen Schweine bereits nach 9 Monaten geschlachtet werden. Aus 100 kg Rohware bekommt der Zurichter ca. 18 kg zugerichtete Borsten.
Eigenschaften: Dicker und steifer Schaft, sehr elastisch, schuppenartige Oberfläche führt zu guter Farbanhaftung,
Einsatzgebiet: Pflege- und Reinigungsbürsten, Maler- und Künstlerpinsel

 

  • Rifling
    Als Stock wir der Besatz genannt, bei dem die Borsten abwechseln angeordnet sind. (Spitze oben – Spitzen unten, Sitzen oben etc.)
  • Stock
    Als Rifling wird der Besatz genannt, der in den Richtereien so sortiert wird, dass alle Borsten in eine Richtung sortiert werden. (Alle Spitzen nach oben)

Walbarten:

Herkunft: Horn ähnliches Material insbesondere des Blau- und Grauwals. Dieselben Eigenschaften können heute mit synthetischen Fasern erreicht werden.
Eigenschaften: Geschnitten sehr elastisch, geringes Gewicht
Einsatzgebiet: Anstreicherpinsel und Haarbürsten


 

Dachshaar:

Herkunft: Rückenhaare werden bis zu 12cm lang und haben eine besonders schöne Zeichnung
Eigenschaften: In Bezug auf Steifigkeit und Elastizität steht es zwischen Borsten und anderen Feinhaaren
Einsatzgebiet: Rasier- und Möbelpinsel


 

Iltishaar:

Herkunft: Überwiegend aus Polen und Russland
EigenschaftenIm Gegensatz zu Wiesel- und Kolinskyhaaren kürzer und besitzen nicht so viel Spannkraft
Einsatzgebiet: Kleine Feinhaarpinsel, Aquarellpinsel, Flache und runde Ölmalpinsel


 

Ziegenhaar:

Herkunft: Überwiegend aus Japan und China
Eigenschaften: Gilt als geringste Qualität unter den Feinhaaren. Wird häufig dunkel eingefärbt und eingemischt.
Einsatzgebiet: Kosmetikpinsel, Schulmalpinsel. Als Beimischung zu Fehhaarpinseln


 

Rosshaar:

Herkunft: Schweif- und Mähnenhaare
Eigenschaften: Schweifhaare sind härter als Mähnenhaare und haben keine Spitzen
Einsatzgebiet: Besen, Kleiderbürsten, Handfeger, Wimperntuschebürsten


Ponyhaar:

Herkunft: Schweif- und Mähnenhaare
Eigenschaften: Wenig Kraft und Elastizität. Oft Beimischung zu anderen Haaren
Einsatzgebiet: Billige Schul- und Hobbymalpinsel


 

Rindshaare:

Herkunft: Sind streng genommen nur RindsOHRhaare. Aus Deutschland gelten diese als beste Qualität.
Eigenschaften: Sehr Kräftig und widerstandsfähig
Einsatzgebiet: Beimischung im Marderpinsel, Aquarell- und Temperamalpinsel, Schriften- und Plakatmalpinsel


 

Schafswolle:

Herkunft: Neuseeland
Eigenschaften: Schwer entflammbar, Nimmt wenig Feuchtigkeit auf,
Einsatzgebiet: Die reine Schur- bzw. Schafswolle wird bei uns ausschließlich für die Applikatoren verwendet.